F A S H I O N - K U N D E N

   Die Zahlen sprechen für einen klaren Trend: Der Modekunde von Morgen ist ein unbeständiges Wesen, wenig loyal, das überall und dann am liebsten sofort einkaufen will. Für den Modehändler gilt es dabei 4 Eckpunkte zu beachten.

 

   1. Faktor Mensch. Ein weit verbreitetes Merkmal ist: Alles Online kaufen, der Mensch ist nicht wichtig. Dennoch soll Personal freundlich und kompetent bedienen. Ausführliche Infos werden allerdings vorab im Internet eingeholt.

 

   2. Händler sollen auf Social Media präsent sein. Die Studie Mobile Fashion zeigte, dass Social Media die meisten Käufe auslöste. Allerdings mit größerem Erfolg, wenn diese Aktionen und Rabatte individuell angelegt waren.

 

   3. Instant Shopping wird Normalfall. Früher gab es eine klare Trennung von Freizeitverhalten, Reisetätigkeit und Einkaufen. Diese Trennung gibt es nicht mehr. Es wird "permanent" eingekauft. Bequemlichkeit und "Geschwindigkeit" werden alles wichtige entscheidende Erfolgskriterien.

 

   4. Mehr Kanäle, weniger Loyalität. Wachsende Anzahl von Kanälen bedeutet, dass Händler besser verstehen müssen, auf welchen Kanälen ihre Kunden zu ihnen kommen. Online informieren, stationär einkaufen nimmt zu. Fast 16 Prozent der Modekunden machen vorher bei Amazon eine Informationssuche, bevor sie im Laden einkaufen. Händler müssen mitdenken und sich daran gewöhnen, dass es weiter zu Umsatzverschiebungen hin zum Onlinehandel kommen wird. Wenn man Anspruch und Kaufverhalten vergegenwärtigt und sich mit Emotionen dagegen stellt, wird es auch weiterhin Potential auf der Fläche geben. Bei der Generation Smart Consumer bleiben mehr Emotionen und Bequemlichkeit weiterhin entscheidend - ausgefeilte Dienstleistungen zwischen den Kanälen werden zum Standard. Außerdem muss man sich noch stärker auf den Kunden und seine Bedürfnisse fokussieren, ihn mithilfe von Datenerfassung noch besser kennenlernen und beraten.

 

   Auch wenn die Vorteile der digitalen Medien in der Kommunikation auf der Hand liegen, so erzeugt die zunehmende Virtualität vor allem eines: Die Sehnsucht nach realen Gesprächen, zwischenmenschlichen Begegnungen und nachhaltigen Erlebnissen. Daraus ergeben sich Chancen für den Einzelhandel.

 

   Stationärer Handel wird zur digitalen Spielweise. Mehr als Kaufpreis ist Shopping Unterhaltung und kompetente Beratung wichtig. Rückgänge im Textilbereich können durch Gastronomie ausgeglichen werden. Das bringt Frequenz und erhöht Verweildauer. Nur Ware anbieten reicht nicht mehr, die Leute wollen Spaß. Retailer müssen sich differenzierter aufstellen, abheben und einen Mehrwert bieten. Treffpunkte schaffen lautet das Zauberwort für den Handel. Das andere: Inszenierung. Händler verstehen sich mehr dann je als Gastgeber, Animateur, Berater.

 

T R E N D S   I M   H A N D E L

   Kundenkommunikation, Loyalität und Audio-Ankündigungen im Laden sind Kernthemen im Handel. Für den Kunden wird der stationäre Laden zur digitalen Spielwiese. Der Kaufprozess ist Shopping, Unterhaltung und kompetente Beratung.

 

   Der Onlinehandel kämpft mit sehr kostenintensiven und immensen Retouren. Man spricht schon von 50% Anteil dieses kostenlosen Services pro Bestellung. Dies könnte dem Handel die Möglichkeit des "Click + Collect" bieten. Der Kunde  bestellt auf der Website, kommt persönlich ins Geschäft, um die Bestellung abzuholen. Persönliche Bindung geht so nicht verloren und die Vorteile des stationären Handels wie Beratung und Upselling-Möglichkeiten bleiben bestehen. Bei der Komissionierung hilft einfacher Barcode.

 

   IT-Sicherheit schafft Glaubwürdigkeit und die neue EU-Datenschutzrichtlinien wirken dieselbe Richtung. Auch im Einzelhandel selbst rückt Glaubwürdigkeit der Herstellermarke und der Service für den Kunden zunehmend in den Mittelpunkt der Kaufentscheidung. Die Zeiten von Hauptsache "billig" sind vorbei. Durchgängige End-to-End-Lösungen sind das A und O.

 

K A M P F   U M   K U N D E N

   Shopping-Center und Online-Handel setzen traditionelle Geschäfte unter Druck und sorgen für Umbruch. Aber auch für Chancen. Der Einzelhandel ist kein Auslaufmodell verlangt aber nach Strategie, um die Lust der "hybriden" Kunden zu befriedigen. Das kann schwierig und lästig sein, aber auch Raum für Neues bieten.

 

O N L I N E – H A N D E L

   Der Online-Handel ist nicht das Nonplusultra. Die wenigsten verdienen Geld damit. Zalando versucht seit vielen Jahren Gewinne zu erzielen und kann nur durch unermessliche Investorengelder das durchstehen. Ein gern totgeschwiegender Punkt sind die Rückläufer, die enorme Kosten verursachen. Man spricht von 50% Retouren. Das kann ein normaler Händler nicht bewältigen. Fazit: Konzentration auf das eigene Geschäft.

 

S C H W A R Z P R E I S E - O U T

   Das Fast-Fashion-Marken negative Auswirkungen auf die Bereitschaft der Verbraucher haben, Geld für Kleidung auszugeben, ist ziemlich klar. Viele wollen keinen angemessenen Preis für Kleidugnzahlen. Zusätzlich drücken ständig stattfindende Rabattaktionen und Off-Price-Händler den Preis und verändern so die globale Einzelhandellandschaft. Vorbei sind die Zeiten, in denen man mittem im Sommer in einen Shop geht und Shorts zum vollen Preis kauft, zu der Zeit nämlich, zu der man sie wirklich braucht. Heute werden die Sommerkollektionen vor Beginn der Sommersaison bereits zum zweiten mal reduziert.

 

   Die Sommerkollektionen sind seit Januar verfügbar, und haben nur wenig Zeit, zum vollen Preis über die Ladentheke zu gehen.

 

   Kein Zweifel, es fällt dem Einzelhandel schwer Schwarzpreis-Mode zu verkaufen. High-End-Marken haben es noch schwerer. Kaufhäuser und Concept-Stores verlangen hohe Abverkaufszahlen, geben den Marken überhaupt nicht genug Zeit, um diese zu erreichen. Mit dem Aufkommen von Fast-Fashion sind die Verbraucher außerdem nur noch bereit, durchschnittlich 76% des vollen Preises zu bezahlen.

 

   Die Modebranche befindet sich in der Krise. In einer Zeit, wo die Wirtschaft wächst und die Verbraucher Kaufkraft haben, geben die Konsumenten immer weniger für Kleidung aus. Bekleidung hat ihre Attraktivität eingebüßt.

 

B U Y   L O C A L

   Nicht alle wollen Online einkaufen. Man muss verschiedene Größen bestellen und die daraus resultierenden Rücksendungen zu speziellen Annahmestellen bringen. Immer mehr genießen das Shoppen, Stöbern, Anprobieren. Man spürt das Material, sieht die Farben. Dazu kommt Beratung durch geschultes Personal und Preise, die mit dem Internet konkurrieren können.

 

   Problematischer ist das Verhalten einiger Hersteller die mit Outlet-Shops selber zum Händler werden. Allerdings haben einige die Kraft der eigenen Marke überschätzt und müssen viele Shops wieder schließen. Manche Marken kommen richtig in Turbulenzen.

 

   Laden Sie die Kunden zum digitalen Bummeln ein und locken Sie mit Location, Auswahl und kompetenten Based-Service ins Geschäft ein. Idealerweise mit eigenen Kunden-Parkplätzen am Haus.

 

D S G V O

   Die Auswirkungen des neuen Datenschutzgesetzes sind deutlich geringer als der Hype, der um die DSGVO gemacht wird. Oft Panikmache und Geldmacherei von allen möglichen "sogenannten Datenschutzexperten". Es muss keine Checkbox vorhanden sein, bei der alle Punkte / explizit Datenschutzbestimmungen akzeptiert werden müssen. Es reicht bei der Datenschutzerklärung der einfache Hinweis der Akzeptierung und die ausdrückliche Möglichkeit zu platzieren, jederzeit Widerspruch einlegen zu können.

 

F A C E B O O K -  S E I T E N   S C H L I E S S E N ?

   Der Europäische Gerichtshof hat entschieden, dass Betrieber von Facebook-Seiten für Facebooks (potentielle) Datenschutzverstöße mithaften. Diese Entscheidung könnte das Internet in der heutigen Form radikal verändern. Der EuGH bejahte eine Mitverantwortung für dessen Datenverarbeitung. Erst recht, wenn die Nutzung nicht nur rein persönlichen oder familiären Zwecken dient. Kurz gefasst: heute müssen Datenschutzbehörden, Mitbewerber und Einzelpersonen nicht mehr gegen mächtige US-Konzerne vorgehen. Stattdessen können

sie Untersagungen, Bußgelder, Abmahnungen direkt an die Nutzer richten. Das heißt: die Betreiber tirfft die volle Wucht des Datenschutzrechtes.

 

   Fazit: Vor Abschaltung der Facebookseite prüfen, ob die Nutzung der Onlinedienstes sich trotz des Risikos nicht dennoch lohnt. Bei vielen kleinen Händlern beläuft sich die Zahl der "Follower" unter Hundert. Da steht der Aufwand in keinem Verhältnis zum Nutzen. Ansonsten gilt es erst mal abzuwarten und zu prüfen.

 

 

    Wir setzen Ihre Fashion-Highlights in Szene. Im Studio oder Outdoor. Auf Wunsch können Sie sich im Pool mit anderen Modehäusern auch zu Fixterminen an Fotokosten beteiligen. Gern machen wir Ihnen Vorschläge wie diese Kooperation mit Kollegen aussehen könnte. Allgemeine Modefotos der angesagtesten Labels haben wir im Archiv. Die neuesten Motive direkt von den Lieferanten oder aus der Fashion Cloud.

 

    Unser Tipp: Holloman-Fotografie. Die Ware wird wie angezogen (siehe Shirt oben) aufgenommen. Sie senden die Artikel, wir fotografieren für Ihre Werbung analog des abgebildeten Beispiels.

 

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